Aktuelles Projekt „Renovierung der Schule in Abakam“

Die Schule in Abakam ist eines der ersten Projekte von CRAN und in den neunziger Jahren klassenweise entstanden. Ca. 320 Schüler/innen können dadurch die neunjährige Basisschulbildung absolvieren.

Inzwischen stehen – verstärkt durch die Flutschäden im Jahre 2009 – dringende Renovierungsarbeiten an. So ist ein ordentlicher Unterricht in der Regenzeit insbesondere durch die Dachschäden in einigen Räumen nicht mehr möglich. Da sowohl die staatlichen Stellen als auch die Dorfgemeinschaft nicht die notwendigen Mittel bereitstellen können, soll die Renovierung durch den CRAN Freundeskreis unterstützt werden. Im besten Fall kann die Renovierung bis zum Beginn der nächsten Regenzeit im Mai abgeschlossen sein. Für die Renovierung der drei Schulgebäude werden insgesamt ca. 33 TEUR benötigt, für ein einzelnes Gebäude zwischen 8 und 15 TEUR.

Wer dieses Projekt unterstützen möchte, kann dies mit einer Überweisung auf das Vereinskonto 1014403015 bei der KD-Bank Dortmund (BLZ 350 601 90) mit dem Vermerk „Abakam“ tun. Spendenbescheinigungen werden automatisch zum Jahresbeginn versendet, wenn die Anschrift vorliegt.

CRAN-Rundbrief Nr. 60, September 2012

Rundbrief Nr. 60, September 2012

Liebe CRAN-Freunde,

die Ferienzeit und damit für viele verbunden die Reisezeit liegt hinter uns. Auch die Reise von Michael Junk und mir nach Ghana liegt jetzt schon einige Monate zurück. Die Eindrücke unserer Reise werden den Brief maßgeblich bestimmen, es gibt viel zu erzählen. Der Austausch über die Reise – verbunden mit weiteren Fotos – wird auch im Mittelpunkt des diesjährigen Jahrestreffens am 03.11. stehen. Alle notwendigen Informationen sind am Ende des Briefs zu finden.

Wir haben mit der Reise mit zwei Gewohnheiten gebrochen: keine Reise in der Regenzeit und nicht unter zwei Wochen. Die Regenzeit hat die Reise nur wenig behindert, sondern ganz neue Einblicke verschafft. Und die Reisedauer war auch kein Nachteil: In den anderthalb Wochen haben wir eine Menge erlebt und viele Eindrücke mitgenommen. Insbesondere die persönlichen Begegnungen mit CRAN-Mitarbeitern oder Menschen, die von CRAN profitieren, waren sehr eindrücklich.
Zunächst hat die Reise geholfen, die Beziehungen zueinander aufzufrischen und insbesondere die neuen Mitarbeiter kennenzulernen. Das Zusammenspiel von CRAN in Ghana und in Deutschland lebt zuallererst von diesen Beziehungen und von dem gegenseitigen Vertrauen. Und in der Atmosphäre des Vertrauens können wir unsere unterschiedlichen Begabungen einbringen und gemeinsam versuchen, nachhaltige Verbesserungen für die Menschen in Ghana zu erreichen.
Gleichzeitig haben wir während unserer Reise den Bedarf für weitere Unterstützung gesehen. Dies hat uns in der letzten Zeit als Vorstand intensiv beschäftigt, so dass dieser Brief etwas warten musste.

Aber jetzt zu unserer Reise. Wir haben an verschiedenen Stellen erlebt, wie die Angebote von CRAN das Leben von Menschen verändert:

So haben wir Ayaa Efua Esoun (die am Freitag geborene siebte Tochter) kennengelernt, die von den CRAN-Kleinkrediten profitiert. Sie ist die Seketärin einer achtköpfigen PettyTrader Union (Kleinhandelsgenossenschaft) aus dem Fanti-Dorf Eguafa und erlebt ein typisches Frauenschicksal: Sie wird im Dorf jung verheiratet, bekommt 3 Kinder, wird dann von ihrem Mann mit den Kindern sitzengelassen und muss zusehen, wie sie die Kinder durchbringt. Sie hat sich mit 7 weiteren Frauen zu einer kleinen Genossenschaft zusammen getan, um von CRAN-Microfinance einen Kleinkredit zu erhalten (Startkredit 70 Cedis, ca. 30 €).

Die Frauen nutzen die Kreditsumme als Investitionskapital, um von anderen Farmen im Dorf Waren zu kaufen und diese dann mit entsprechendem Gewinn auf den Märkten der Umgebung zu verkaufen. Ayaa Efua Esoun ist die Verkäuferin der Gruppe. Man merkt der jungen Frau ihre Energie und Lebensfreude an und kann sich gut vorstellen, wie es ihr Freude macht, ihren Stand auf dem Markt mit den Waren, die sie durch den Kredit erworben hat, deutlich zu vergrößern und so auch einen deutlich größeren Gewinn zu machen. Der Verkaufserlös wird dann – nach Abzug der Transportkosten und der Rückzahlungsrate – an alle Frauen der Genossenschaft verteilt bzw. als Investitionskapital für die nächste Fahrt zum Markt genutzt. Bevor die Frauen den Kredit erhalten haben, sind sie von einem CRAN-Mitarbeiter während der Ansparphase geschult worden. Nach erfolgreicher Rückzahlung des Anfangskredits vergibt CRAN dann weitere, sich langsam steigernde Anschlusskredite.

Mit dem Leiter von Microinsurance (Kleinversicherungen) sind wir in zwei Dörfer gefahren, um konkret zu erleben, wie dieser Arbeitszweig von CRAN Menschen weiterhilft:

Der Hauptgrund für den Ausfall der Rückzahlung eines Kredits ist die Erkrankung bzw. der Tod des Versicherungsnehmers. Dieses Analyseergebnis hat CRAN dazu bewogen neue Kredite nur noch mit einer Kreditausfallverversicherung zu vergeben. Diese übernimmt im Falle des Falles die Rückzahlung des Kredites an CRAN. Doch davon profitiert nur CRAN, nicht aber die Kreditnehmer. Da die medizinische Versorgung im Krankheitsfall bzw. die Beerdigung im Todesfall oft sehr hohe Kosten verursachen, kommen viele Familien in eine Schuldenfalle. Inzwischen ist der Staat dabei ein Krankenversicherungssystem aufzubauen. Doch im Todesfall sind die Familien weiter allein.

Hier hat CRAN eine Todesfallversicherung für den Versicherungsnehmer und seinen Partner entwickelt. Bei einer Versicherungsprämie von 25 Cedis (ca. 10 €) pro Jahr bekommt der Versicherungsnehmer bzw. sein Partner im Todesfall 300 Cedis (bzw. 500 bei 50 Cedis Prämie). Bei unserem Besuch konnten wir die Geldübergabe in 2 Fällen miterleben. Die Auszahlung erfolgte nicht wie bei uns in Deutschland mit einer Überweisung, sondern es erfolgte eine offizielle Übergabe durch den Leiter von Microinsurance in Anwesenheit der gesamten Gruppe der Kreditnehmerinnen und deren Betreuer von Microfinance (und der deutschen Gäste). Wir konnten erleben,wie die betroffenen Frauen sich geehrt fühlten und über die Hilfe sehr erfreut waren.

Für uns in Deutschland ist es selbstverständlich, dass wir uns gegen die großen Risiken des Lebens versichern. Für viele einfache Menschen auf den Dörfern in Ghana ist dies eine neue Idee, die erst mal verstanden werden muss. Dass man eine begrenzte Geld­summe einzahlt, um im Falle eines Falles eine relativ große Summe zu erhalten, ist für viele neu. Hier gibt es zunächst große Vorbehalte. Erst wenn dann der Versicherungsfall eintritt und die Versicherungssumme gezahlt wird, beginnen viele Menschen zu verste­hen, dass eine Versicherung eine gute Sache sein kann.
So müssen die Mitarbeiter von CRAN immer wieder erklären, wie das Versicherungssystem funktioniert, und solche Übergaben sind eine gute Hilfe zum Verstehen!

Der Besuch der CRAN-Schulen in Shama-Kedzi und in Abakam stand im Vordergrund unserer Ausflüge:

In Abakam, einem unserer ersten Projektorte, an denen in den 90er Jahren die Schule aufgebaut wurde, mussten wir leider feststellen, dass notwendige Reparaturen immer noch unterblieben sind. So sind manche Räume in der Regenzeit nicht nutzbar. Die Schulleitung weist an verschiedenen Stellen auf die Mängel hin, hat aber keine Möglichkeiten, deren Beseitigung einzufordern. Und Hausmeister gibt es an den Schulen nicht, die sich um direkte Abhilfe bemühen. Die überörtlichen Stellen stellen keine ausreichenden Mittel zur Verfügung und die Dorfgemeinschaft hat ebenso nur wenige Mittel, da die wirtschaftliche Situation des Dorfes sich verschlechtert hat.
So wird nach wie vor gehofft, dass CRAN unterstützt – auch wenn CRAN offiziell die Verantwortung abgegeben hat. Wir haben unseren Besuch zu einem offiziellen Treffen mit den Verantwortlichen im Dorf genutzt und die Übernahme von Verantwortung angemahnt. Schließlich ist es die Schule des Dorfes! Die Schule hat im Ort viel Nutzen gestiftet und es ist als Beispiel ein Erfolg, wenn wir nebenbei erzählt bekommen, dass ein ehemaliger Schüler inzwischen Lehrer im Nachbardorf ist. Auch wenn die Instandhaltung nicht gut läuft, haben viele Kinder eine Ausbildung und damit eine Chance für ihre Zukunft erhalten. Wir warten derzeit auf die Ergebnisse der Gespräche zwischen CRAN und der Dorfgemeinschaft. Wenn das Dorf sich mit entsprechender Arbeitsleistung einbringt und mehr Verantwortung für die Schule übernimmt, können wir uns als CRAN Freundeskreis eine finanzielle Unterstützung vorstellen. Wir möchten gerne an den bekannten Standorten mit unserer Unterstützung fortfahren und hier dauerhafte Hilfe schaffen.
Sobald CRAN Ghana uns konkrete Angaben zum weiteren Vorgehen und zum Finanzierungskonzept weitergibt, werden wir darüber informieren.

Warum hat sich die wirtschaftliche Lage in den Dörfern verschlechtert?

Die Ewe-Flüchtlinge in den Dörfern um Cape-Coast, in denen CRAN seit vielen Jahren tätig ist, ernähren sich im Wesentlichen vom Fischfang. Durch die Überfischung der Meere durch die großen Hochseeflotten, die auch vor der Küste von Ghana herziehen, und durch den Klimawandel ist der Ertrag des Fischfangs drastisch eingebrochen. So können etliche Fischer in Abakam oder Shama-Kedzi inzwischen ihren Lebensunterhalt nicht mehr mit Fischen verdienen.

Die Schule in Shama-Kedzi läuft gut. Sie ist grundsätzlich in einem ordentlichen Zustand und die Lehrer sind sehr motiviert. Der Schulbesuch hat sich im Vergleich zu früher verbessert und auch die Leistungen sind besser geworden. Nach anfänglichen Belegungsproblemen sind die durch unsere Spenden errichteten Lehrerwohnungen (siehe Bild) voll belegt und sehr begehrt. Es werden weitere Wohnungen gewünscht, um gute Lehrer an die Schule in Shama-Kedzi zu binden und so die Unterrichtsqualität weiter zu verbessern.

Wir haben auf der Reise auch ein wenig mehr über die Ausstattung der Schulen erfahren. Naturwissenschaften werden eher theoretisch unterrichtet, die uns vertraute Ausstattung von Schulen mit entsprechenden Geräten und Materialien ist einfach nicht gegeben. Wir hatten einige Schulmaterialien und Spielgeräte mitgenommen, die gerne aufgenommen wurden. Insbesondere die Mathelehrer waren begeistert, als wir ein großes Geodreieck und einen Zirkel für die Tafel auspackten. Im Kindergarten von Duakor haben wir eine gute Erfahrung gemacht: Wir haben uns die Zeit genommen, die mitgebrachten Materialien auch vorzustellen. So haben wir einzelne Spiele wie Memory gemeinsam gespielt. Die Lehrerinnen haben dann entschieden, ob die Spiele eine Hilfe für die Gruppen sind, und sehr bewusst ausgesucht. Dieses gemeinsame Austesten haben wir überall durchgeführt und in Abakam war es ein großer Spass für die Schüler, als wir auf dem Schulhof mit den Lehrern die mitgebrachten Riesenfrisbees ausprobiert haben.

Das letzte neue Projekt in der Küstenregion war der Neubau der Schülerbibliothek in Musunkwa. Wir hatten die Möglichkeit, mit einigen Mitarbeitern die neue Bibliothek zu besichtigen. Es wurden zwei Computer installiert und der Buchbestand wird Stück für Stück aufgerüstet. CRAN-Mitarbeiter Edwin Asamoah (links auf dem Bild) als ehemaliger Bibliothekar unterweist die Lehrkräfte in der Führung der Biblothek und sorgt für die Zuständigkeiten. Gleichzeitig bringt er Ideen ein: So ist angedacht, die Leseaktivitäten der einzelnen Kinder zu dokumentieren, um die größten Verbesserungen mit Preisen zu honorieren, um die Kinder zum Lesen anzuspornen. Es hat sich beim Besuch gezeigt, dass es wichtig ist, dass CRAN den Betrieb der Bibliothek begleitet und seine Kenntnisse und Erfahrung einbringt, um dauerhaft eine gute Nutzung der Bibliothek sicherzustellen.

Die Arbeitsbereiche von CRAN haben sich mit der Zeit verändert. So sind die Ausbildungszentren in Liati-Wote und Duakor aufgrund mangelnder Bewerberzahlen inzwischen geschlossen worden. In Duakor wurde z.B. jungen Frauen das Schneiderhandwerk beigebracht. Doch sie fanden im Anschluss an ihre Ausbildung kaum Arbeit, weil inzwischen auch in Ghana die billigen Textilien aus Fernost die Märkte überfluten. So können weltwirtschaftliche Entwicklungen gute Ideen von CRAN torpedieren. Aber es hat sich auch gezeigt, dass die Ausbildung in einem normalen Betrieb – wenn es die Möglichkeit gibt – einfach als besserer Ausbildungsort bevorzugt wird, und nach einiger Zeit auch genug ausgebildete Arbeitskräfte für einen Beruf vorhanden sind (wieviele Tischler braucht ein Dorf?).

So werden die Gebäude des Ausbildungszentrums in Duakor inzwischen als Kirche genutzt und zwei CRAN-Erzieherinnen nutzen die Räumlichkeiten für eine Kindergartengruppe. Ihr Wunsch ist aber ein eigenes Kindergartengebäude, um dort einen besseren Rahmen für ihre Arbeit zu haben.

Aktuelles aus der Voltaregion

In der Voltaregion, die wir diesmal nicht besucht haben, ist CRAN in ein Projekt des Landwirtschaftsministeriums in Zusammenarbeit mit der französischen Entwicklungsagentur involviert. Mehrere Nichtregierungsorganisationen sind ausgewählt worden, um den Reisanbau in 19 Orten in verschiedenen Regionen des Landes auszubauen. CRAN gründet sowohl Gruppen für den Anbau als auch für die Weiterverarbeitung und die Vermarktung von Reis und schult diese in landwirtschaftlichen und betriebswirtschaftlichen Fragen.

Bisher haben wir nur von dem neuen Bürogebäude für CRAN gehört und Modelle gesehen. Jetzt konnten wir uns direkt auf der Baustelle ein aktuelles Bild verschaffen.

Die Renovierungsarbeiten sind noch nicht abgeschlossen. Der geplante Umzug musste verschoben werden, da diese umfangreicher als geplant gewesen sind. Aber wir haben einen guten Eindruck von dem neuen Gebäude gewonnen. Es ist zweckmäßig mit vernünftigen Räumlichkeiten für die Mitarbeiter und für Meetings geplant worden und stellt somit eine deutliche Verbesserung gegenüber dem jetzigen Büroräumen dar. Durch eigene Generatoren plant man auch, unabhängig von Stromausfällen arbeiten zu können, was bisher nicht gegeben war.

Ein neuer Umzugstermin ist noch nicht festgelegt worden, da CRAN momentan nicht über genug eigene Mittel verfügt, um hier zügig zum Abschluß zu kommen. Eine Kreditaufnahme kommt aber aufgrund der hohen Zinssätze in Ghana (ca. 20 %) nicht in Frage.

Wir überlegen gemeinsam mit CRAN alternative Finanzierungsmodelle, um den Umzug zu beschleunigen.

Was haben wir am Ende von der Reise mitgenommen?

  • CRAN hat über die Jahre viel erreicht. Wir treffen immer wieder auf Menschen, denen CRAN eine bessere Zukunft ermöglicht hat.

  • Wir sind beeindruckt von dem Einsatz einzelner Mitarbeiter, die teilweise bewusst auf bessere Arbeitsplätze verzichten, weil sie bei CRAN ihre Begabungen einbringen können, um anderen zu helfen.

  • Es gibt an vielen Stellen Handlungsbedarf und wir warten auf konkrete Anforderungen aus Ghana.

  • Aber es gilt immer wieder auch darauf zu achten, dass die Projekte langfristig Bestand haben bzw. an die aktuellen Erfordernisse angepasst werden müssen. Hier möchten wir kritische Begleiter sein.

Jahrestreffen 2012

Anders als im letzten Rundbrief angekündigt findet das Jahrestreffen (inkl. Mitgliederversammlung) eine Woche später statt, zu dem wir alle Mitglieder und Freunde von CRAN herzlich einladen. Das Treffen findet am 03.11.2012 von 10 bis 16 Uhr statt und zwar in der

Freien evangelischen Gemeinde Rhein-Sieg
Buschberg 5, 53757 Sankt Augustin-Buisdorf

Eine Wegbeschreibung ist unter http://www.feg-rhein-sieg.de/anfahrtskizze.39.de.html zu finden, ein Abholdienst vom ICE-Bahnhof Siegburg/Bonn ist möglich. Zur besseren Vorbereitung des Tages bitte ich um eine kurze Benachrichtigung von allen, die kommen möchten.

Im Mittelpunkt des Treffens wird der Austausch über den Besuch von Michael Junk und mir bei CRAN Ghana im Juni diesen Jahres und die Bedeutung für unsere Vereinsarbeit stehen. Dort werden auch noch mehr Fotos gezeigt werden können.
Eine allgemeine Vorstellung der Arbeit von CRAN wird im Anschluss an das Treffen um 16.30 Uhr (bis ca. 18 Uhr) angeboten. Die Vorstellung ist insbesondere für interessierte Menschen aus der Umgebung gedacht, die bisher nur wenig über CRAN wissen und sich einen ersten Eindruck von der Arbeit verschaffen möchten.

Ich freue mich darauf, die eine oder den anderen von Ihnen/Euch bei dem Treffen begrüßen zu können.

Herzliche Grüße im Namen des gesamten Vorstands,
Gerd Eibach

CRAN-Rundbrief Nr. 59, Februar 2012

Rundbrief 59, Februar 2012

Liebe CRAN-Freunde, ich möchte Sie / Euch alle recht herzlich mit der Jahreslosung für das schon nicht mehr ganz so neue Jahr grüßen:

„Jesus Christus spricht: Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.“    (2. Korintherbrief 12,9)

Gott ist auf der Seite der Schwachen, auf der Seite derjenigen, die mit ihren Möglichkeiten am Ende sind, die chancenlos sind. Bei diesen Menschen will Gott eingreifen, seine Macht zeigen und scheinbar Unmögliches möglich machen. So ist der Vers ein Wort der Hoffnung, ein Wort, mit dem man sich auf den Weg begeben kann. Ein Vers für die Arbeit von CRAN für dieses Jahr, ebenso für uns im Verein, wenn wir immer wieder unsere Begrenztheit bemerken, und für uns alle in unserem Alltag. Ich wünsche uns allen, dass wir gute Erfahrungen mit diesem Wort in dem neuen Jahr machen.

Unter diesem Vorzeichen möchte ich Ihnen/Euch von der Arbeit von CRAN und des Freundeskreises berichten:

RADIO HERITAGE 103,7 Fm

Bei meinem Besuch in Hohoe 2010 lief der Sender gerade im Testbetrieb. Der formale Betriebsstart erfolgte dann im September 2010. Für den Sender arbeiten heute 20 Mitarbeiter, sowohl normale Angestellte als auch freiwillige Helfer. Die Reichweite des Senders beträgt ungefähr einen Umkreis von 30 Kilometern von Hohoe. Die Programme werden in drei Sprachen ausgestrahlt (Englisch, Ewe und Akan) und decken eine Vielzahl von Themen ab: Erziehung, Gesundheit, Tourismus, Kultur, Landwirtschaft, Politik, Jugend und aktuelle Nachrichten. Die wichtigsten in- und ausländischen Nachrichten werden der Radiostation Citi Fm, übernommen, die in Accra ansässig ist. Das örtliche CRAN-Büro hat sich bei den Bildungsprogrammen und im Marketing eingebracht.

MUSUNKWA Gemeinschaftsbibliothek

Im Mai des vergangenen Jahres ist die Bibliothek unter großer öffentlicher Anteilnahme offiziell eingeweiht worden. Über das Projekt wurde auch in einer der großen Zeitungen in Ghana berichtet. Die Trinity United Reformed Church (Wimbledon, England), die das Projekt gesponsert hat, hat im Dezember CRAN die letzten ausstehenden Mittel zur Verfügung gestellt, um die Bibliothek mit den passenden landesüblichen Büchern auszustatten.

Das Social Department von CRAN wird sich darum kümmern, damit die 312 Schüler vom Kindergarten bis zur Junior High School bald das volle Lesevergnügen haben. Damit ist die Bibliothek voll einsatzfähig. Das Dorf sowie das Gebäude wurde auch an das nationale Stromnetz angeschlossen, so dass auch Computer – wenn verfügbar – eingesetzt werden können.

Guter Nebeneffekt: In der lokalen Presse wurde im Zusammenhang mit der Eröffnung auch über den schlechten Zustand der Schulgebäude berichtet. Daraufhin ist eine Spende von 600 Zementtüten von einer einheimischen Zementfabrik für die Instandsetzung eingegangen!

Anbau von Chili-Pfeffer in der Volta-Region

Vor ca. zwei Jahren hat CRAN begonnen, den Anbau von Chili-Pfeffer in der Volta-Region zu fördern. Aufgrund der hohen Nachfrage, insbesondere für den Export, waren die Aussichten gut, hier neue Einkommensmöglichkeiten zu schaffen. Inzwischen werden die Anbaugebiete ausgeweitet und die beteiligten Farmer beurteilen den Anbau als lohnenswert. Erste Ertragszahlen liegen vor, allerdings fehlt uns noch eine Bezugsgröße, um die Zahlen ausreichend bewerten zu können. Wir hoffen, in der nächsten Zeit noch genauere Infos zu erhalten, so dass wir hier ausführlicher berichten können.

Fortschritt beim neues CRAN-Bürogebäude

Das Gebäude wurde zwischenzeitlich rechtmäßig erworben. Ein Architekt hat das Gebäude für die Sanierung und die anschließenden Nutzung neu gestaltet. In dem zweistöckigen Gebäude wird es 11 Büros, einen Konferenzsaal, ein Archiv, eine Empfangshalle mit Rezeption geben. Handwerker haben mit den Arbeiten begonnen. Es wird erwartet, dass die Büroräume bis Juli 2012 bezugsfertig sein werden.

CRAN-Öffentlichkeitsarbeit

Die neue Abteilung mit zwei Mitarbeitern hat ihre Arbeit aufgenommen und wir bemerken Veränderungen:

Die neuen quartalsweisen Infoschreiben erscheinen in noch nicht ganz regelmäßigen Abständen, aber die vierte Ausgabe liegt nun vor und wird wie alle übrigen Ausgaben auch auf unserer Homepage veröffentlicht. Die Homepage von CRAN Ghana hat mittlerweile auch ein neues Aussehen erhalten. Zwar sind noch nicht alle Inhalte erstellt, aber es lohnt sich, die Seite einmal anzusehen (www.ghana.cran.org). Für CRAN Microfinance gibt es mit www.cranmicrofinance.org nun eine gesonderte Homepage.

Das Zusammenspiel mit dem Freundeskreis muss sich noch finden, aber wir haben hier jetzt zusätzliche Ansprechpersonen bei Fragen, was wir sehr begrüßen!

CRAN Energy Project

Das im Mai letzten Jahres in der Volta-Region gestartete CRAN Energy Project ist ausgeweitet worden. Mit dem Projekt sollen entlegene Dörfer Zugang zu solarbetriebenen Licht erhalten. Das Projekt wurde in Hohoe vom Energie-Minister offiziell gestartet und wird von der International Finance Cooperation der Weltbank unterstützt. Bis Januar 2012 sind 738 Einheiten verschiedener Kapazitäten in der Volta, Central und Western Region über Vertriebsstellen verteilt worden.

Aktuelles aus dem Verein

Auf der letzten Mitgliederversammlung ist der bisherige Vorstand unverändert wiedergewählt worden. Als erster Vorsitzender wird künftig Gerd Eibach den Verein vertreten und die Lücke, die durch den Tod von Hans Wallhäuser entstanden ist, ist zumindest formal geschlossen. Wir wissen aber, dass wir jemanden verloren haben, der sich ganz für CRAN eingesetzt hat und durch seine Besuche immer wieder auch für einen guten Austausch zwischen Ghana und Deutschland gesorgt hat. Wir hoffen, dass wir dies künftig auch leisen können, um über die Entwicklungen bei CRAN und in Ghana gut informieren können.

Das wichtigste Thema im letzten Jahr war für uns das CESS-Programm. Wir haben in der letzten Zeit immer wieder feststellen müssen, dass zu wenige Informationen über die Entwicklung der Kinder vorlagen. Es war immer gesichert, dass die CESS-Spenden im Sinne des Programms verwendet wurden – wie uns CRAN Ghana noch einmal explizit bestätigt hat -, aber vielleicht nicht immer genau für die benannten Kinder. Ursache für diese Unstimmigkeiten war unter anderem ein personeller Wechsel in der Zuständigkeit für das Programm. Wir sind in intensivem Kontakt mit den Geschwistern in Ghana, um hier künftig einen besseren Informationsfluss zu sichern. Auch in Ghana wurde die geplante Ausweitung des Programms gestoppt, um zunächst die organisatorischen Mängel abzustellen. Auf beiden Seiten besteht aber ein großes Interesse, das CESS-Programm weiterzuführen. So wird in Ghana momentan auch eine Broschüre mit den Lebensgeschichten von Kindern aus dem CESS-Programm erstellt, um wie vorgesehen Spender in Ghana, also vor Ort, zu gewinnen, um der wachsenden Zahl von Kindern in Not im Einzugsgebiet von CRAN zu begegnen und den Kindern eine gute Ausbildung zu ermöglichen.

Wie wir bereits zum Jahresende über unseren Emailverteiler informiert haben, hat der CRAN Freundeskreis ab sofort ein neues Vereinskonto. Wir haben uns zu diesem Schritt aus verschiedenen Gründen entschlossen:

  • Mit dem neuen Konto können wir die Verwaltungskosten deutlich senken, da künftig keine Gebühren für Einzahlungen mehr anfallen.
  • Die neue Bank ist den Umgang mit Kunden, die nicht vor Ort sind, gewohnt, und verfügt daher u.A. über ein gutes Internet-Banking. Daher können wir unsere Bankgeschäfte künftig besser von jedem Ort aus erledigen.
  • Die KD-Bank ist im kirchlichen Bereich zu Hause, eine Genossenschaftsbank und auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. Damit passt sie sehr gut zu den Zielen, die wir mit dem CRAN Freundeskreis verfolgen.

Von daher möchten wir alle Spender und Spenderinnen bitten, die Daueraufträge auf das neue Konto umzustellen bzw. bei Einzelspenden die neue Kontonummer zu verwenden.

Damit verbunden haben wir die Bitte, auch den Verwendungszweck anzugeben. Bei der Weiterleitung der Spenden nach Ghana wird zwischen den allgemeinen Spenden für CRAN und den Spenden für die Patenschaften im Rahmen des CESS-Programms unterschieden. Von daher ist für unsere Verbuchung ein Hinweis hilfreich, für welchen Verwendungszweck der Betrag vorgesehen ist. Hier reicht „CESS“ oder „allg. Spende“ als Stichwort.

Das alte Konto bleibt bis auf Weiteres bestehen, so dass alle Spenden für CRAN weiterhin auch bei uns eingehen.

In dem Zusammenhang ein aktueller Hinweis: Die Spendenbescheinigungen werden in Kürze gesondert verschickt.

Reisen nach Ghana

Im Juni werden Michael Junk und ich nach Ghana fliegen. Wir wollen die Zeit nutzen, um uns direkt vor Ort über die aktuellen Entwicklungen zu informieren und die persönlichen Kontakte zu pflegen. Gleichzeitig haben im Freundeskreis einige signalisiert, das sie Interesse an einem Besuch in Ghana haben, um das Land und die Arbeit von CRAN einmal direkt kennenzulernen. Daher werden wir in Ghana auch über die Durchführung einer Gruppenreise in 2013 reden. Wer grundsätzlich Interesse an dieser Reise hat, möchte sich bitte bei mir melden!

Jahrestreffen 2012 / Veranstaltungen

Der Termin und der Ort für das diesjährige Treffen liegen noch nicht fest, das Treffen wird aber wieder in der zweiten Jahreshälfte stattfinden. Damit können wir direkt von unserer Reise berichten. Unabhängig von dem Jahrestreffen stehen wir im Vorstand gerne zur Verfügung, wenn jemand in seinem Umfeld über CRAN berichten möchten. Wir freuen uns auf Einladungen.

Herzliche Grüße im Namen des gesamten Vorstands,
Gerd Eibach

CRAN Rundbrief Nr. 58, Oktober 2011

CRAN Rundbrief Nr. 58, Oktober 2011

Liebe CRAN-Freunde, seit dem letzten Rundbrief ist eine lange Zeit ins Land gegangen. Die weltweite Finanzkrise bestimmt die Nachrichten, aus Afrika haben wir viele Bilder zur Hungersnot in Ostafrika gesehen. Die großen Dinge stehen im Vordergrund. Aber dennoch läuft vieles im Stillen weiter und wirkt in unseren Alltag hinein. Dazu gehört auch die Arbeit von CRAN für eine Verbesserung der Lebensverhältnisse für die Menschen in Ghana. Einiges können wir in diesem Brief berichten. Zunächst möchte ich aber alle CRAN-Freunde ganz herzlich zum diesjährigen Treffen und zu unserer Mitgliederversammlung einladen:

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CRAN Freundeskreis e.V. Jahrestreffen

Samstag, 12. November 2011 im Pfarrheim St. Josef Bergstr. 117, 45770 Marl

Programm:

  • ab 10:00 Eintreffen und informeller Beginn (Kaffee/Tee und Begegnung)
  • 11:00 Aktuelle Fragen (u.a. CESS und Reisen nach Ghana in 2012/13)
  • 12:30 Mittagessen 13:30 Arbeitsthemen (u.a. künftige Öffentlichkeitsarbeit)
  • 15:00 Pause 15:15 Mitgliederversammlung (u.a. mit der Neuwahl des 1. Vorsitzenden)
  • 16:00 CRAN-Vorstellung für die Gemeinde (Einführung mit anschl. Austausch bei Kaffee/Tee & Kuchen)
  • 18:00 Offizielles Ende des CRAN-Treffens
  • 18:30 Einladung zum Abendgottesdienst (Dauer ca. 45-60 Min.)

Alle CRAN-Freunde sind herzlich zu allen Programmpunkten willkommen. Eine kurze Anmeldung bei mir (0511/31038472 bzw. gh_eibach@web.de) zur besseren Planung ist hilfreich. Kuchenspenden oder ein Nachtisch für das Mittagessen sind gerne gesehen, bitte auch eine kurze Info und einfach mitbringen. Parkplätze sind an der Karl-Liebknecht-Str. zwischen der Arztpraxis (Hausnr. 10) und der Bergstraße vorhanden.

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Was steht derzeit bei CRAN in Ghana im Blickpunkt?

(1) Veränderungen in der Öffentlichkeitsarbeit

Im Herbst letzten Jahres wurde eine neue Abteilung geschaffen und zwar für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit. Ziel der neuen Abteilung ist es, die gute Arbeit von CRAN bekannter zu machen und damit auch neue Unterstützer zu gewinnen. Für den Aufbau der Einheit und die Umsetzung der Ziele konnten zwei qualifizierte Mitstreiter gewonnen werden:

Mr. Edwin Asamoah ist ein pensionierter Bibliothekar, er arbeitete für mehr als 25 Jahre für die University of Cape Coast (UCC)-Bibliothek. Er war der stellvertretende Bibliothekar und hat auch im Ghana Library Board mitgearbeitet. Gleichzeitig war es am Aufbau von lokalen Radiossendern beteiligt. Er hat vielfältige Erfahrungen in der Veröffentlichung, Bearbeitung und Bereitstellung von Informationen. Gleichzeitig ist er ein engagierter Christ, der in viele Kirchenaktivitäten involviert ist. So ist er auch der stellvertretende Vorsitzende des CRAN Vorstands, er hat von Anfang an die Anliegen der Organisation mitgestaltet hat.

Mr. Noble Kukubor auf der anderen Seite ist ein junger Mann, der gerade sein Journalismus-Studium am Ghana Institute of Journalism abgeschlossen hat. Er ist ein hochqualifizierter junger Mann, innovativ und hoch motiviert. Obwohl er gerade erst sein Studium abgeschlossen hat, besitzt er schon breite Praxiserfahrung: Er arbeitete als Stellvertretender Chefredakteur und Correspondent für den „Communicator“, eine Publikation des Instituts für Journalismus, als Reporter für einen Radiosender und für die Ghana News Agency in Accra, wo er über Fragen von Regierungs-und Nichtregierungsorganisationen, Agenturen sowie Finanzinstitute berichtete. In den letzten Monaten waren schon erste Ansätze einer verbesserten Werbung für CRAN zu bemerken. So sind die Newsletter von CRAN optisch inzwischen deutlich verbessert, der Internetauftritt wird derzeit überarbeitet und soll auf Dauer nicht mehr von uns unterstützt werden und kurze Videosequenzen zu einzelnen Themen sind angedacht. Insbesondere zu CESS, dem Patenschaftsprogramm ist eine Kampagne in Ghana angelaufen, um weitere Unterstützer insbesondere im eigenen Land zu finden. So besteht das ehrgeizige Ziel, die Zahl der unterstützten Kinder in diesem Jahr zu verdoppeln!

(2) Räumliche Veränderungen: Ein neues Bürogebäude für CRAN

CRAN hat inzwischen eine Immobilie in Cape Coast gekauft – ein großes Gebäude als neuer Sitz für CRAN. Dieses Gebäude wurde ursprünglich als private Klinik genutzt, aber leider ist der Besitzer, ein Arzt gestorben und so wurde das Anwesen von seinen Kindern CRAN zum Kauf angeboten. Das Gebäude verfügt im Moment über acht geräumige Büros / Zimmer, darunter einen Konferenz-/Seminarraum und kann so umgestaltet werden, dass insgesamt rund 10 bis 12 geräumige Büros, die CRAN im Moment tatsächlich benötigt, bereit stehen. Zuzüglich zu dem Kaufpreis fallen noch Kosten in Höhe von ca. 50 TEUR für Sanierungs- und Umbaumassnahmen an. Einige der Faktoren und Überlegungen, die zu der Kaufentscheidung geführt haben, möchte ich hier noch ergänzen:

  1. Das Bürogebäude wurde CRAN deutlich unter Marktpreis angeboten – aufgrund der sozialen Mission von CRAN und in Anerkennung des bisher Geleisteten.
  2. Das neue Bürogebäude bietet nach Abschluss der Renovierungsarbeiten mehr als die doppelte Menge an Bürofläche als die heutigen Geschäftsräume. Angesichts des Wachstums von CRAN reicht die aktuelle Bürofläche nicht mehr für die wachsende Zahl von Mitarbeitern und Aktivitäten aus.
  3. Auf lange Sicht ist der Erwerb und der Unterhalt des Gebäudes viel billiger als die derzeitigen Mieträume und so werden die Verwaltungskosten deutlich gesenkt.
  4. Das Gebäude kann auch als Sicherheit verwendet werden, um vergünstigte Kredite zu erhalten und auch für Bankgarantien, die von Zeit zu Zeit für dringende Bedürfnisse vor allem im Bereich der Mikrofinanzierung benötigt werden.
  5. Das neue Bürogebäude ist ganz nah den aktuellen Büros – etwa 10 Minuten zu Fuß entfernt, in einem Vorort von Cape Coast. So ist es unverändert für Mitarbeiter und Kunden gut erreichbar.

Angesichts unserer Kenntnis der bisherigen räumlichen Situation und im Vertrauen auf die verantwortungsbewusste und fachlich fundierte Arbeit unserer Freunde in Ghana, möchten wir diese Entscheidung voll unterstützen. Dies tun wir auch finanziell: Da wir CRAN insbesondere bei den Grundkosten helfen, für die sonst keine Sponsoren- oder Fördermittel verfügbar sind, haben wir die ohnehin vorgesehene Minderung der Vereinsrücklage, die wir in den letzten Jahren nicht für die regelmäßig zugesagten Überweisungen angreifen mussten, genutzt, um das Vorhaben von CRAN mitzutragen. So können wir dazu beitragen, dass CRAN dauerhaft finanziell besser ausgestattet ist.

(3) Kurzinformationen

Die Musunkwa Schulbibilothek, die ich im letzten Jahr – noch im Rohbau befindlich- besuchen konnte, ist inzwischen fertiggestellt und komplett möbliert. CRAN kümmert sich nun um die Ausstattung mit geeigneten Büchern. 400 Schüler und Schülerinnen können die Bibliothek (siehe rechts) dann künftig nutzen. Im Mai diesen Jahres startete das CRAN Energy Project in der Voltaregion. Entlegene Dörfer sollen mit diesem Projekt Zugang zu solarbetriebenen Licht erhalten. Der Zugang zu Beleuchtung wird erheblich zur Verbesserung der Lebensqualität für diese Dörfer beitragen. So kann der Abend auch von den Kindern zum Lernen genutzt werden das Risiko von Unfällen zu Hause nach Einbruch der Nacht wird gemindert. Die benötigten Produkte werden wie Mikrokredite von den Dorfbewohnern in Raten bezahlt werden können und der Prozess wird durch CRAN begleitet werden. Im Bereich Social Development wird derzeit versucht, die Mittel (ca. 16 TEUR) für einen Kindergarten/Vorschule für 120 Kinder in der Zentralregion aufzutreiben. Es geht um 4 Räume einschließlich eines Lagerraums und Toiletten.

(4) Aktuelles aus dem Verein

Im Vorstand merken wir unverändert, welche Lücke der Tod von Hans Wallhäuser hinterlassen hat und uns sowohl viel Erfahrung als auch Wissen um die Aktivitäten in Ghana verloren gegangen sind. So sind wir in den letzten Monaten sehr intensiv mit den ganz praktischen Dingen der Vereinsführung beschäftigt gewesen. Daher fallen die Informationen aus Ghana vielleicht nicht so ausführlich aus wie dies in der Vergangenheit der Fall gewesen ist. Gleichzeitig versuchen wir aber auch zeitnaher zwischen den Rundbriefen zu informieren. So stellen wir inzwischen die neuen Newsletter aus Ghana – der nächste muss in Kürze erscheinen – auch direkt auf unserer Homepage ein (in englischer Sprache) und versuchen dort auch weitere interessante Neuigkeiten aus Ghana oder der Entwicklungspolitik weiterzugeben. Wünsche und Anregungen dazu greifen wir gerne auf.

Mit der nächsten Ausgabe des Rundbriefs können wir sicher über einige weitere Veränderungen berichten. Vielleicht sieht man sich aber bereits beim Freundestreffen. Es wäre schön, den einen oder anderen von Ihnen / Euch beim Freundestreffen persönlich begrüßen zu können. Danke für alle Unterstützung für CRAN und die Verbundenheit mit den Menschen in Ghana!

Herzliche Grüße im Namen des gesamten Vorstands, Gerd Eibach

CRAN-Rundbrief Nr. 57, Februar 2011

Liebe CRAN-Freunde,

dies ist der 57. Rundbrief (CRAN-Rundbrief-2011-02-26) seit der Gründung des Freundeskreises im Jahr 1993. Und doch ist dieser in seiner Art etwas Neues. Diese Zeilen sind nicht vom üblichen Schreiber verfasst worden. Und so steht diesmal weniger das Geschehen in Ghana im Vordergrund, sondern wir möchten mit diesem Brief einen Menschen in den Vordergrund stellen, ohne den der Freundeskreis bisher nicht denkbar war:

Still „God First“ – Gott an erster Stelle

„Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.“
Matthäus Kapitel 6, Vers 33

Am 02. Februar dieses Jahres verstarb unser Vorsitzender Hans Wallhäuser. Seitdem er im Jahr 2005 die Diagnose „Hirntumor“ bekam, musste er lernen, zunehmend eigene Grenzen und Krankheit zu akzeptieren. In dieser Zeit durfte er aber erfahren, wie Gott ihm Linderung von Leiden und Freiräume schenkte. Er ist im Frieden mit Gott von dieser Welt gegangen.

Ungerechtigkeit, Krankheit und Leiden gehören zum Leben auf dieser Erde, der gefallenen Schöpfung, dazu. Aus seinem Glauben heraus hat Hans Wallhäuser sich aber für Veränderungen in dieser Welt eingesetzt – für Gerechtigkeit, Gleichheit und Bewahrung der Schöpfung. Wo es in seiner Macht stand, hat er sich treu und gütig für Veränderung zum Positiven eingesetzt. Er wollte ein Stück des kommenden Reiches Gottes bereits in dieser Welt sichtbar werden lassen. Dies war ihm immer wichtig.

Die Entwicklung von CRAN Ghana ist ohne die Unterstützung von ihm nicht denkbar gewesen. Als 1993 die Idee aufkam, die entstehende Arbeit von CRAN in Ghana zu unterstützen, hat er sich bereit erklärt, die Führung des Freundeskreises zu übernehmen. Er hat diese Arbeit als seine Aufgabe begriffen und sich mit ganzem Herzen dafür eingesetzt. Mit großer Verlässlichkeit hat er sich um die vielfältigen Aufgaben des Vereins gekümmert und für die Unterstützung der Menschen in Ghana geworben. Diese Menschen blieben aber keine Fremden irgendwo in der Ferne. Er machte sich immer wieder auf den Weg nach Ghana, um persönliche Begegnungen zu ermöglichen und die Arbeit vor Ort zu erleben. CRAN als Familie mit einem gemeinsamen Auftrag – dieses Verständnis hat seinen Einsatz geprägt.

Wir sind dankbar für sein Wirken für CRAN und für ihn als Freund und Wegbegleiter!

Aus Ghana hat uns auch ein langes Schreiben von Patrick Agbesinyale, dem Geschäftsführer von CRAN erreicht, das noch einmal aufzeigt, in welchem Maße Hans in den vergangenen beiden Jahrzehnten am Aufbau von CRAN mitgewirkt hat. Die Geschwister in Ghana trauern um einen lieben und treuen Mitstreiter, der sich in all der Zeit für die Armen in Ghana eingesetzt hat und zum Botschafter des Landes geworden ist. Auszüge aus der Übersetzung des Schreibens haben wir beigefügt.

Uns allen im Vorstand war und ist es wichtig, dass die Arbeit auch nach dem Tod unseres Vorsitzenden weitergehen wird. Die im letzten Rundbrief beschriebene Aufgabenverteilung bleibt weiterhin bestehen. Mathias Rusert als stellvertretender Vorsitzender wird jetzt kommissarisch die offiziellen Vereinsgeschäfte bis zur nächsten Mitgliederversammlung weiterführen. Die einzelnen Aufgaben werden von den Vorstandsmitgliedern – zum Großteil unverändert – wie folgt wahrgenommen:

  • Finanzen: Jörg Ziegenhirt
  • Ausbildungspatenschaften (CESS): Mathias Rusert
  • Internet: Wolfgang Brüßler
  • Rundbriefe: Gerd Eibach

Das nächste Treffen des CRAN-Freundeskreises mit der diesjährigen Mitgliederversammlung wird am 12. November 2011 in Marl stattfinden. Genaueres werden wir rechtzeitig mitteilen.

Unverändert lebt der CRAN Freundeskreis von der Unterstützung aller – sei es durch die finanzielle Unterstützung, das Mitdenken und die Mithilfe bei einzelnen Aufgaben und durch Gebet. Von daher sind wir dankbar für alle, die sich bisher mit uns zum Wohle der Menschen in Ghana eingebracht haben und hoffen, dass dies auch in der nächsten Zeit so weitergehen kann.

Herzliche Grüße im Namen des gesamten Vorstands,
Gerd Eibach

 

Ein Nachruf auf HANS ‘KWEKU’ WALLHÄUSER; von deinem Freund und Bruder, PATRICK AGBESINYALE, Geschäftsführer von CRAN GHANA

“Wenn aber dieser vergängliche und sterbliche Körper unvergänglich und unsterblich geworden ist, dann erfüllt sich, was die Propheten vorausgesagt haben: „Das Leben hat den Tod überwunden! Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo bleibt nun deine Macht? (…) Aber gelobt sei Gott, der uns den Sieg schenkt durch Jesus Christus, unseren Herrn! ”
(1. Korinther 15, 54-57).

(…) 1992 begann ich dann stärker meinen Traum von einer NRO zu verwirklichen und so entstand 1992 das Christian Rural Aid Network (CRAN). Hans und seine Freunde begegneten der Idee mit Enthusiasmus und waren bereit, CRAN in jeglicher Art und Weise zu helfen, um dessen Gründung zu unterstützen. Hans war ein wichtiger Baustein in dieser noblen Bewegung und engagierte sich stark. Er wurde so zur treibenden Kraft im ganzen Prozess des Aufbaus der notwendigen Unterstützung für die junge NRO. (…) Hans war schnell dabei, seine ehemaligen SMD-Freunde (SMD = Studentenmission in Deutschland) sowie seine Gemeindemitglieder zu mobilisieren, um die Umsetzung meines CRAN-Traums zu unterstützen, so dass bereits Mitte 1992 CRAN die ersten Beiträge von unseren Freunden in Deutschland bekam, um alle grundlegenden formalen Vorgänge zur offiziellen Anerkennung CRANs als NRO zu finanzieren. Seitdem erreicht CRAN regelmäßige finanzielle Unterstützung von unseren Freunden für unterschiedliche Projekte zur Entwicklung von Dorfgemeinschaften oder zur Bekämpfung von Armut.

Im Frühling 1993 kehrte ich nach Deutschland zurück, um an ein einem Lehrgang in Feldafing (München) teilzunehmen, der von der DSE (Deutsche Stiftung für internationale Entwicklung, heute GIZ) veranstaltet wurde. Diesen Besuch benutzten wir, um den CRAN Freundeskreis e.V zu gründen. Der CRAN Freundeskreis begann seine Arbeit, in dem meine ehemaligen SMD-Freunde, ihre Familien und soziale Netzwerke sich auch formal verpflichteten die Arbeit von CRAN Ghana zu unterstützen. Hans wurde zum Vorsitzenden des Vereins, eine Position, die er von 1993 bis zu seinem zu frühen Tod im Februar 2011 inne hatte. Hans‘ Engagement für diese Aufgabe und das Streben nach Wachstum waren einfach unübertroffen. Er war der Motor hinter dem Freundeskreis, derjenige, der alleine sicherstellte, dass die Dinge passierten und dass sie zum richtigen Zeitpunkt passierten. Er trug die gesamte Organisation auf seinen Schultern, als CRAN sein offizieller zweiter Job wurde, wenn er auch für diesen keine Bezahlung bekam.

Im Juli 1994 lud ich Hans zum ersten Mal nach Ghana ein. (…) Seitdem gilt Hans als ein Teil unserer Familie. Wir gaben ihm den Namen “Kweku”, den Namen, den jeder an einem Mittwoch geborene ghanaischer Junge erhält. Zwischen 1994 und 1998 machte er weitere Besuche in Ghana, jedes Mal von ein oder zwei Freunden begleitet. Während dieser Zeit wurde er der wirkliche Botschafter Ghanas für den Freundeskreis, mit viel Leidenschaft und Eifer hielt er Dia-Vorträge über Ghana und seine Erfahrungen während seiner Besuche vor seinen Freunden oder in der Gemeinde. (…)
Mein vierjähriger Aufenthalt in Dortmund zwischen 1999 und 2003 ließ die Freundschaft zwischen mir und Hans noch weiter wachsen und vertiefen. Er war mein engster Freund und genauso mein Bruder. So lernte ich während dieser Zeit Hans noch besser kennen. Wir entschieden uns, gemeinsam am Aufbau von CRAN zu arbeiten und so erlebte CRAN zu dieser Zeit großes und vor allem schnelles Wachstum. Wir arbeiteten hart, um CRAN mit verschiedenen großen Organisationen zu vernetzen, wie z.B. dem EED (Evangelischer Entwicklungsdienst), der DWHH (Deutsche Welthungerhilfe) oder der niederländischen CORDAID, die dann einige unserer Projekte finanzierten. Hans spielte also eine wichtige Rolle bei der Vernetzung von CRAN mit verschiedenen Gemeinden, Gemeindegruppen oder andere kleinere Geber-Organisationen, die einzelne CRAN-Projekte unterstützen, so wie auch die vielen Einzelpersonen oder Familien, die an unseren CESS-Programm (Child Education Support Scheme) teilnehmen.
In der Tat glaube ich, dass CRAN bei uns beiden den größten Teil unserer Zeit und unseres Lebens eingenommen hat. Jedes Mal, zwischen 1997 und April 2009 bei meinem letzten Besuch, wenn ich bei Hans in Aachen war, habe ich ihn nach der Arbeit noch zuhause an irgendetwas arbeiten sehen, was mit CRAN zu tun hatte. (…)

Ich habe mich immer gefragt, was seine Motivationsquelle für CRAN und seine Arbeit war. Hans hat mir einmal erzählt, dass es seine Leidenschaft für die Armen sei, nachdem er die verschiedenen Arten von Armut in Afrika bei seinen vielzähligen Besuchen gesehen hatte. Er war so engagiert für die Armen, die Gesamtsituation in Ghana und Afrika als Ganzes. Er teilte die Vision und Mission von CRAN und im Grunde mehr als das. (…)

Den Hans, den ich kannte, war genau bis ins kleinste Detail. Ein typischer Deutscher, der auch noch Mathematiker war. Jedes Mal am Frühstückstisch in Ghana waren wir und unsere Kinder erstaunt über die Präzision und Genauigkeit, mit der Hans das Brot in Scheiben schnitt. Hans war auch ein guter Planer, der detailliert und genau war. Diese Fähigkeiten haben uns bei unserer Arbeit für CRAN, vor allem beim organisatorischen Aufbau, sehr geholfen. Ich persönliche habe eine Menge von ihm gelernt, so wie auch er ein guter Zuhörer und Lerner war. Er war schnell darin, Probleme zu lösen und er half uns, alle möglichen Arten von Modelle für CRAN zu erstellen. (…) Hans war eine sehr sanftmütige, freundliche und bescheidene Person. Über allem liebte er den HERRN.

(…) 2007 besuchten Hans und Anna (seine Frau) gemeinsam Ghana, was eine mutige Reise für jemanden ist, der mehr oder weniger noch im Heilungsprozess ist. Wir alle waren sehr glücklich über seinen Gesundheitszustand. Während ihres Besuchs in Ghana war es Hans sehr wichtig, zusammen mit Anna jedes einzelne Projekt zu besuchen, dass CRAN in drei verschiedenen Regionen Ghanas durchführte. Ohne dass wir es wussten, war diese Reise 2007 nach Ghana und zu CRAN gemeinsam mit Anna sein letzter Besuch. Hans bewies bei diesem, dass er eine sehr starke Person war. Trotz seines Gesundheitszustands hat er CRAN niemals aufgegeben. Er arbeitete weiterhin hart am Erfolg der Organisation.

(…) Hans starb im Glauben an den Herrn und festhaltend an seinem Engagement und seiner Leidenschaft für CRAN. In der Tat sprachen seine letzten Worte auch von der Zukunft von CRAN und seinem Wunsch nach Wachstum und Fortführung der Organisation. (…)

Hans, dein Freund Patrick und seine Familie sagen zu dir: “Dzudzor le nutifafa me!” (Ruhe in vollkommenen Frieden).

Hans, das gesamte CRAN-Personal und die Leitungen sagen “Fare thee well!” (Leb wohl).

Hans, die vielen benachteiligten Kinder von Abakam, Sanka, Shama-Kedzi, Duakor and Liati-Wote etc sagen “Adieu!”

Mein Freund und Bruder “Auf Wiedersehen!“

MÖGEST DU IN FRIEDEN RUHEN
Patrick Agbesinyale
CRAN Ghana
Cape Coast, Ghana

Weihnachten 2010

Rundbrief 2010-12

Liebe Freunde, seit einiger Zeit laufen Unterstützung und Kontakt mit CRAN Ghana und bei uns in Deutschland zusammen. Seit einigen Jahren sind wir ein kleines Team. Diesmal möchten wir uns kurz vorstellen. Hintergrund ist auch unsere aktuelle Situation: Aus gesundheitlichen Gründen bin ich sehr eingeschränkt. Aber ich bleibe weiterhin. Wir wachsen zu einem Team und wünschen uns vom C(hristian) her getragen und als N(etwork) verbunden zu sein.

Patrick schrieb uns schon 1992 in einem Brief, wie erschüttert er über die Lebensbedingungen auf dem Land war. Überall Armut, schlechte Häuser und Mangel an Lebensmittel und gutem Trinkwasser. Aber er wollte, dass diese Menschen dennoch von der Liebe Gottes hören und erfahren sollten.

„A visit to these village display what poverty is.“

1993 ist Patrick zur Gründung für CRAN Deutschland gekommen, 1994 hat es den ersten Besuch von uns in Ghana gegeben. So lernen wir miteinander und zusammen. Für Kinder wird Unterstützung sichtlich nötig. Das betrifft im Lauf der Jahre bis zu 100 Kinder, die mit einer Ausbildungspatenschaft vom Kindergarten bis zur kompletten Ausbildung gefördert werden. Im Sommer 1997 findet ein Workshop für Jugendliche statt. Ein Team von 100 Leuten arbeitet morgens für den Schulaufbau und abends gibt es Musik und Show für alle.

In 1999 gab es ein Team von sechs Leuten, die berichteten:

„Die Lebensumstände auf den Dörfern sind schlecht. Es ist schwer vorstellbar, wie sich dieses Land überhaupt entwickelt.“

Und doch tut sich einiges. Mit dem EED Bonn arbeitet CRAN Ghanaseitdem regelmäßig zusammen. Micro Credit war zuerst informell gestartet, einJahr später aber dann eigenständig losgezogen – da sind wir finanziell ausgeklammert.

Ab 2001 hat es den Aufbau von Hohoe gegeben. Was als Büro zu Hause begann, hat in den ersten Jahren dann seine Unterkunft für ein Team als Niederlassung geschafft. Innerhalb Cape Coast ist das Büro umgezogen. Anfang 2007 hat es dann einen tödlichen Unfall gegeben, bei unserem Besuch. Das ist schockierend und zeigt doch Gottes Wege. Auch in 2009 haben wir Besuch von Patrick als Leiter im Frühjahr und von Dan als Board Member im Herbst gehabt. Und dann haben wir im letzten Sommer, gerne und neu motiviert, Ghana besucht. Ja, da sind wir bei dem, was ein Team ausmacht.

Ja, bei unserem letzten Rundbrief haben wir vom Besuch in diesem Jahr geschrieben. Dazu ist nun unser neues Mitglied Gerd Eibach dabei, der sich dazu vorstellt:

„Ich bin 45 Jahre alt, verheiratet und Vater zweier inzwischen schon großen Töchter (17 und 18 Jahre alt). Wie alle anderen im Vorstand habe ich auch in Dortmund studiert und zwar Statistik. Beruflich habe ich mich immer mit der inhaltlichen Ausgestaltung von Informationssystemen und mit Controllingfragen beschäftigt, als Lieblingsgebiet hat sich dabei das Personalcontrolling herauskristallisiert. Seit diesem Jahr leite ich in einer Bank die entsprechende Arbeitsgruppe. Mit dem Wechsel in das Bankenumfeld ist nun auch ein räumlicher Wechsel in den Süden verbunden: von Hamburg geht es nach Hannover.
Mit CRAN bin ich von Anfang an verbunden gewesen. Durch meine Erfahrungen durch die diesjährige Reise nach Ghana und die mit meinem räumlichen Wechsel verbundenen Veränderungen habe ich mich entschlossen, den Vorstand künftig zu verstärken, und wurde daher im Oktober als ‚Neuling‘ in den Vorstand gewählt (danke für das Vertrauen!).
Neben meinen Erfahrungen als Controller und Personaler möchte ich in der nächsten Zeit dabei mithelfen, dass das Bild von einem wachsenden Freundeskreis Gestalt gewinnen kann, das ich aus Ghana mitgenommen habe.“

Von Anfang an hat neben meiner Vorstandsposition Mathias Rusert die Stellvertretung inne. Er stellt sich hier vor, etlichen ist er von „ihren Patenkindern“ her geläufig:

„Hallo, ich bin 1968 im schönen Westerwald geboren. Meine „geistlichen Wurzeln“ liegen im CVJM, der evangelischen Landeskirche und der Landeskirchlichen Gemeinschaft. Ende der80er führte mich mein Weg zum Studium der Statistik an die Uni Dortmund. Dort ergab sich schnell Kontakt zur Studentenmission in Deutschland. Schon während der Studienzeit kam die Anfrage, ob ich mir einen hauptamtlichen Dienst in der Schüler-SMD für Nordrhein-Westfalen vorstellen könnte. So waren meine Frau Rosi und ich für 3 Jahre dabei.
Ich sehe es als Geschenk Gottes an,dass ich nahtlos beruflich als Statistiker arbeiten konnte. Inzwischen arbeiteich im Institut InEK für das Entgeltsystem im Krankenhaus GmbH als Bereichsleiter EDV & Statistik. Seit 2003 wohnen wir in Lohmar.
Im Frühjahr 2008 haben wir einekleine Leila geschenkt bekommen (man kann es nicht anders sagen!). Rosi machtvon ihrem Lehrer-Job für ev. Religion und Deutsch am Gymnasium momentan eine Elternpause. Uns geht es zu dritt sehr gut, wir sind Gott sehr dankbar für das Zusammensein als Familie.
Meine Mitarbeit im CRAN Freundeskreis geht bis zum Begin zurück. Patrick Agbesinyale lernte ich über den Mensa-Büchertisch kennen. Zusammen mit Rosi bin ich Gründungsmitglied und seitdem auch im Vorstand als Zweiter Vorsitzender dabei. Seit Ende der 90er bin ich für das Ausbildungspatenschafts-Programm CESS (ChildEducation Support Scheme) zuständig. 1999 war ich mit einer Sechsergruppeselbst in Ghana. Das ist zwar jetzt schon eine Weile her (und leider hat sichdurch diverse, hauptsächlich berufliche Gründe seither keine zweite Ghanareise ergeben), hat mich aber trotzdem geprägt und beeindruckt. Die ‚Themengebiete‘ Afrika, Mission, Armut, Chancengleichheit, Gerechtigkeit sind mir schon lange und immernoch ein Anliegen.“

Als wir 1995 offiziell anerkannter „e.V.“ wurden, ist rechtmäßig die Spendenbescheinigung über die Stadt Aachen gelaufen. Aber bald ist dann ganz normal die Spenderunterstützung von uns selbst betreut worden. Doch dahinter steckt, was Jörg Ziegenhirt beschäftigt:

„Ich bin 45 Jahre alt, verheiratet und Vater zweier Kinder im Grundschulalter. Nach dem Studium der Informatik inDortmund habe zunächst in unterschiedlichen Firmen versucht, die Welt zu verbessern – genauer mit computerbasierter Optimierung komplexer Problemstellungen mein Geld zu verdienen. Nach weiteren Erfahrungen in der reinen Programmiersklaverei widme ich mich seit August 2010 nun beruflich den Kindern anderer Leute und versuche dort die Welt im Kleinen zu verbessern. Als Seiteneinsteiger an einem Berufskolleg muss ich nun 2 Jahre so etwas wie ein Referendariat durchstehen, um mich dann als Lehrer professionell dieser Aufgabe zu stellen.
Afrika habe ich 1988 in Form eines vierwöchigen Workcamps in Zimbabwe kennengelernt. Nach weiteren Besuchen habe ich dann 1993 selber ein Workcamp dort mit afrikanischen Freunden durchgeführt. Diese Erfahrungen sowie meine Teilnahme an der Gruppenreise nach Ghana 1999 bringe ich in die Arbeit von CRAN mit ein, wo ich seit Beginn für die Finanzen zuständig bin. Ich bin Gott sehr dankbar, dass wir mit und durch CRAN dieChance haben, etwas zu verändern in dieser Welt. An einer konkreten Stelle -denn die ganze Welt werden wir nicht auf einmal verbessern…
‚Ihr seid das Salz der Erde. […] Ihr seid das Licht der Welt‘ (aus Matthäus 5, 13f).“

Und schließlich ist unsere Internetdarstellung sehr früh umgesetztworden. Wolfgang Brüßler gestaltet sie, einfach und für uns ausreichend. Einpersönlicher Hintergrund hat dabei auch seinen Beitrag:

„Zusammen mit dem übrigen harten Kernhabe ich 1993 in Dortmund den CRAN Freundeskreis gegründet und mit aufgebaut. Nach meinem Chemietechnik-Studium bin ich in Dortmund geblieben und habe über 13 Jahre  als Softwareentwickler im Telekommunikationsbereich gearbeitet. In derselben Zeit ist CRAN Ghana von einem kleinen Team um Patrick zu einer größeren Entwicklungshilfeorganisation gewachsen, die als anerkannter Partner mit Organisationen wie der Weltbank kooperiert.
Das letzte Jahr war für mich von Veränderungen geprägt. Angestoßen durch kleinere und größere ‚Einschläge‘ (Schlaganfälle meiner Mutter, angespannte wirtschaftliche Situation im Unternehmen, Bandscheibenvorfall, Midlife Crisis, …) überlegte ich schon seit einiger Zeit, den Arbeitsplatz zu wechseln. Nach der Operation am Gründonnerstag hatte ich Karfreitag 2009 mein persönliches ‚Auferstehungserlebnis‘: Ohne Schmerzen aufstehen! Durch diese Heilung hat Gott mir nicht zuletzt neue Freiräume geschenkt. Eine weitere Gebetserhörung kam Juni 2009 in Form eines Stellenangebotes aus Berlin. Damit wäre verbunden: In Dortmund kündigen, nach Berlin umziehen, in einer neuen Firma einleben, einen neuen Freundeskreis aufbauen, eine neue Gemeinde finden, bleibt meine Bandscheibe nun stabil? Und was ist mit meiner Mutter, die in Dortmund im Heim lebt?
Zwei Wochen später hatte ich bereits einen Arbeitsvertrag. Ich durfte erleben, wie Gott alle möglichen Türen öffnet und Wege ebnet: Meine Familie ist näher beieinander. In Berlin habe ich eine gute Wohnung gefunden, bereits im Vorfeld hatte ich einige persönliche Kontakte und Anknüpfungspunkte. In diesem Jahr habe ich mich auch einer neuen Gemeinde angeschlossen. Im Oktober bin ich wieder einen Halbmarathon gelaufen, ohne gesundheitliche Probleme.
Es hat sich bei mir vieles verändert. Ich bin gespannt, was die nächsten Schritte bringen werden.“

Tatsächlich gibt es nicht nur den Vorstand, sondern auch andere aktiveFreunde: Die, die selbst mit uns schon einmal zum Besuch in Ghana waren. Eine übersetzt für uns, das ist eine enorme Hilfe. Etliche haben ihre Kontakte mit eingebracht, sei das in Hamburg oder in Württemberg. Wer CRAN unterstützt, kann das in seiner persönlichen Art, egal aus welcher Gemeinde oder aus welchem persönlichen Hintergrund.

So freuen wir uns, wenn ihr verbunden bleibt.

„Lass uns, Herr, deine Gnade sehen, und gewähre uns dein Heil.“

Herzliche Grüße, bis bald – ? !